Thrillerkulisse

Deutsches Museum

Jugendfilmteam setzt Bionik-Krimi in Szene

Zehn Schüler der 11. Klasse des Oskar-von-Miller-Gymnasiums in München drehen derzeit im Deutschen Museum einen Kurzspielfilm im Rahmen des bundesweiten Wettbewerbs „Jugend filmt Bionik“. Dabei stehen der Nutzen, aber auch die Folgen des möglichen Missbrauchs der Nanobionik im Brennpunkt der Story.

„Jugend filmt Bionik – Innovationen aus der Natur“ ist ein kreativer Medienwettbewerb, den die Münchner futurevision gemeinnützige GmbH bundesweit ausschreibt. Gefördert wird das Projekt durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU).

Ziel des Wettbewerbs ist es, Jugendliche über das Medium Film an die
Zukunftswissenschaft Bionik heranzuführen und sie in ihrer Berufsorientierungsphase durch praktische Einblicke in die Forschung für eine spätere Laufbahn in den entsprechenden Technologiefeldern zu gewinnen. Kleine Filmteams von Jugendlichen drehen im Rahmen des Wettbewerbs unter professioneller Begleitung eigene Kurzfilme, die je nach kreativer Neigung Dokumentar-, Spielfilm- oder Trickfilmcharakter haben können. Thematisiert werden dabei Aspekte der bio-inspirierten Wissenschaft, die sich mit der Entschlüsselung Jahrmillionen alter Konstruktionsprinzipien aus der Natur und ihrer innovativen Umsetzung in neuartige Produkte und Technologien befasst.

„Bionische Prinzipien finden sich überall im täglichen Leben.“, erklärt Silke Kraus,
Geschäftsführerin von futurevision gGmbH und Urheberin der Idee zu diesem Projekt. „Der Klettverschluss an Schuhen, Taschen und Textilien ist nicht mehr wegzudenken. Der Lotus-Effekt hat die Erfindung von selbstreinigenden und schmutzabweisenden Oberflächenmaterialien bei Flachglas und Fassadenfarben ermöglicht und die Schnauze des Delphins stand Pate beim Bau birnenförmiger Bugaufsätze bei Schiffen zur Verringerung des Treibstoffverbrauchs.“ Um das Interesse Jugendlicher für diesen nach Ansicht vieler Experten für die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Deutschland besonders wichtigen Forschungszweig zu steigern und die Forschung hautnah erfahrbar zu machen, schuf die Unternehmerin mit dem Medienwettbewerb eine neue innovative Schnittstelle zwischen Bildung, Forschung und Wirtschaft, die im September 2010 vom Rat für Nachhaltigkeit als „impulsgebendes Zukunftsprojekt“ ausgezeichnet wurde.

Jugendliche vor und hinter der Kamera

Drehorte der jungen Filmteams sind die freie Natur, Forschungseinrichtungen oder in der Entwicklung und Herstellung bio-inspirierter Produkte engagierte Unternehmen. An fünf Tagen entstehen dabei in von der Bavaria Film betreuten Intensiv-Workshops kleine filmische Kreationen, aus denen eine fachkundige Jury im Sommer die Sieger auswählt.
Die Schüler des Oskar-von-Miller-Gymnasiums haben sich - angeregt durch die
aktuelle Sonderausstellung zur Nanotechnologie - das Deutsche Museum als Drehortfür einen Krimi ausgesucht, in dessen Mittelpunkt Chancen und Risiken der Nanobionik stehen – einer Zukunftstechnologie, die die Medizin revolutionieren kann.
Dabei schreiben die Jugendlichen nicht nur das Drehbuch, sondern entwickeln –
unter professioneller Anleitung – auch eigene Regieideen, agieren als Darsteller vor der Kamera und übernehmen vielseitige Aufgaben am Filmset.
Nach Fertigstellung des Wettbewerbsbeitrags beginnt für die Schüler das spannende Warten auf das Urteil der Jury. Wenn sich ihre Hoffnungen erfüllen, werden sie den ersten Preis genau dort entgegennehmen können, wo ihr Film entstanden ist. Die Preisverleihung findet am 30. September 2011 bei einer Galaveranstaltung im Deutschen Museum München statt.

Kontakt:

futurevision gGmbH
Geschäftsführung und Projektleitung: Silke Kraus
Knorrstr. 27
80807 München
www.futurevisionprojekt.de
www.jugendfilmtbionik.de