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07.12.2010

Zukunftswissenschaft Bionik - Futurevision baut neue Kommunikationsplattform für technologische Innovationen und Nachwuchsförderung auf


Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) zeichnet das Dienstleistungsangebot "Jugend filmt Bionik" der Münchner futurevision gGmbH als impulsgebendes Zukunftsprojekt unter den TOP 100  für 2011 aus

Das Medienprojekt für innovativen Technologietransfer und zur Stärkung der MINT-Berufe wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördert. Für Unternehmen bieten sich hierbei vielfältige Möglichkeiten eigene technologische Innovationen auf dieser neuen Kommunikationsplattform medial zu vermitteln und frühzeitig Nachwuchs zu rekrutieren.

Das Dienstleistungskonzept von futurevision reagiert damit vorausschauend auf den zu erwartenden Fachkräftemangel in den Naturwissenschaften und Ingenieurberufen. Das junge Münchner Unternehmen verfolgt dabei drei nachhaltige Ziele, die zur Erhaltung der Innovationskraft des Wirtschaftsstandorts Deutschlands von zentraler Bedeutung sind: 1. Beitrag zu einem positiven Innovationsklima, 2. Gewinnung von Jugendlichen für technologieorientierte Zukunftsberufe und 3. Erhöhung der Technologieakzeptanz in der Gesellschaft.

Das Projekt "Jugend filmt Bionik"

Junge Leute werden in ihrer Berufsorientierungsphase über das kreative Medium Film an die Querschnittswissenschaft Bionik und nachhaltige Umwelttechnologien herangeführt. Unter Anleitung von BIOKON-Forschern und Profis der Bavaria Film entstehen in fünftägigen Workshops professionelle Kurzfilme zu bio-inspirierten Themen. Drehorte sind innovative Unternehmen, Forschungseinrichtungen und die freie Natur.  Alle Filme nehmen an einem bundesweiten Wettbewerb teil. Die von einer Jury ausgewählten Siegerfilme werden am 30. September 2011 im Deutschen Museum München vor großem Publikum und in Anwesenheit von Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft vorgestellt.

Nachhaltiges Ziel des Wettbewerbs ist es, "Jugendliche heute über das kreative Medium Film für Bionik und nachhaltige Umwelttechnologien zu begeistern, damit sie morgen Ingenieurstudiengänge belegen und der Wirtschaftsstandort Deutschland sich auch übermorgen mit innovativen und umweltverträglichen Produkten erfolgreich im globalen Wettbewerb behaupten kann", so der Leitgedanke der Geschäftsführerin von futurevision, Silke Kraus.

Von der Vision zur Tat

Die erfolgreiche Umsetzung des Konzepts gewährleistet ein starkes Kompetenz-Netzwerk aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik.
Das Medienprojekt wird vom BMBF über die Fördermaßnahme „BIONA – bionische Innovationen für nachhaltige Produkte und Technologien“ unterstützt, bei der das Forschungsministerium in den nächsten Jahren insgesamt 30 Millionen Euro für praxistaugliche Forschungsvorhaben zur Verfügung stellt. Durch eine zukunftsweisende Innovationspolitik und den Aufbau strategischer Partnerschaften zwischen Bildung, Wissenschaft und Wirtschaft sollen zukünftig vermehrt Forschungsergebnisse in marktfähige Produkte überführt und damit die internationale Position Deutschlands gestärkt werden. Damit werden insbesondere auch der innovative Mittelstand und junge High-Tech-Unternehmen gefördert.

Prof. Wilhelm Barthlott von der Universität Bonn, Entdecker des Lotus-Effekts®, engagiert sich in der Filmjury von „Jugend filmt Bionik“ und hält den Filmwettbewerb für ein wichtiges Projekt, weil es den Nutzen der Forschung visuell und verständlich vermittelt und damit auch ein öffentliches Interesse generiert. Mit „Jugend filmt Bionik“ sollen der Markt und die breite Gesellschaft auf emotionalen und kreativen Wegen von technologischen Innovationen erfahren, so die Ideengeberin Silke Kraus.

Das Top-Thema Nachhaltigkeit wird zunehmend zum Erfolgsfaktor für Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft

Futurevision lädt aufgeschlossene Unternehmen zur aktiven Teilnahme ein, die sich auf dieser neuen Kommunikationsplattform präsentieren und sie für eine öffentlichkeitswirksame Außendarstellung der eigenen innovativen Technologien nutzen wollen. Insbesondere werden Firmen adressiert, die mit ihren F&E-Abteilungen und CSR-Verantwortlichen eine aktive Führungsrolle in der Nachhaltigkeitsentwicklung ihrer jeweiligen Branche übernehmen wollen. Die Themen reichen von ressourcensparenden Konstruktions- und Produktionsverfahren, über klimaschonende Energieversorgung, dem nachhaltigen Bauen, Green IT bis hin zum Megatrend Umwelttechnologien. Konkrete Anwendungsgebiete finden sich im Leichtbau und bei funktionalen Oberflächen, Biomechatronik oder Robotik, in der Chemischen Industrie und Biomedizintechnik, der Solartechnik, Sensorik  oder der Informationsverarbeitung.

Eines der wichtigsten Hemmnisse für das Wachstum dieser Zukunftsbranchen ist das Fehlen von qualifizierten Nachwuchskräften. Laut einer aktuellen Untersuchung der IHK-Forschungsstelle Bildung (For.Bild) haben "ganze 31 Prozent der kleinen und mittelständischen Unternehmen in Oberbayern derzeit generell oder zumindest teilweise Schwierigkeiten, ihre Stellen zu besetzen, und suchen bereits länger als sechs Monate ergebnislos nach Arbeitskräften."

Futurevision bietet mit "Jugend filmt Bionik" als neuer Schnittstelle zwischen Bildung, Wissenschaft und Wirtschaft Innovatoren jeder Größe und verschiedenster Branchen die Chance junge Leute in ihrer Berufsorientierungsphase für das eigene Unternehmen zu interessieren und unterstützt Unternehmen u.a. mit Marketing und Öffentlichkeitsarbeit, auf Roadshows und Messen. Experten-Know-How aus erster Hand inklusive.

Weitere Informationen unter:
www.jugendfilmtbionik.de
www.futurevisionprojekt.de

futurevision, 2007 von Silke Kraus in München gegründet, engagiert sich als gemeinnützige GmbH für eine nachhaltige Entwicklung in Deutschland. Im Rahmen innovativer Kultur-, Medien- und Jugendprojekte weckt futurevision die Lust auf aktive Mitgestaltung der Zukunft. Mit dem Projekt „Jugend filmt Bionik“ bietet futurevision eine neuartige Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Forschung, Wirtschaft, sowie Jugend und Politik.
„Jugend filmt Bionik“ wurde im September 2010 vom Rat für Nachhaltige Entwicklung mit dem Qualitätslabel „impulsgebendes Werkstatt N-Projekt“ für ein nachhaltigeres Deutschland ausgezeichnet.

Kontakt:

futurevision gGmbH
Geschäftsführung und Projektleitung: Silke Kraus
Knorrstr. 27
80807 München
www.futurevisionprojekt.de
www.jugendfilmtbionik.de

 

Frage:

“Warum unterstützen Sie 'Jugend filmt Bionik'"?

Antworten in alphabetischer Reihenfolge


Prof. Dr. Wilhelm Barthlott, Universität Bonn, Entdecker des Lotus-Effekts®:
„Bei allen unseren Arbeiten haben die Medien eine außerordentlich bedeutende beschleunigende Rolle gespielt. Gute Forschungsergebnisse setzen sich immer durch – nur dauert es manchmal Jahrzehnte. So lange kann heute niemand mehr warten. Sowohl bei den Arbeiten zu selbst reinigenden Oberflächen nach dem Prinzip Lotus-Effekt® als auch bei den aktuellen Arbeiten zu Luft haltenden Schiffsbeschichtungen zur Treibstoffreduktion (Salvinia-Effekt) war die ungeheuer positive Resonanz in den Medien von höchster Bedeutung für uns.“

Dr. Fritz Brickwedde, Generalsekretär Deutsche Bundesstiftung Umwelt:
„Die Bionik ist eine Zukunftswissenschaft, die ökologische und ökonomische Lösungsmöglichkeiten für die Probleme unserer Zeit entwickelt. Sie steht für das Denken neuer Wege, um die genialen Problemlösungen der Natur für moderne und umweltschonende Technologien auf breiter Basis umzusetzen. Wir fördern ‚Jugend filmt Bionik’, weil Jugendliche dabei Forschern bei ihrer Suche nach biologischen Mustern über die Schulter schauen können. Der Filmwettbewerb trägt wesentlich dazu bei, bionische Innovationen in Wirtschaft und Gesellschaft bekannter zu machen.“

Dr. Rainer Erb, Geschäftsführer Bionik-Kompetenznetzwerk BIOKON e. V., Berlin:
„Ein geschätzter Kollege hat einmal den Ausspruch geprägt: 'Grips ist die wichtigste Ressource in einem rohstoffarmen Land'. Meines Erachtens sind Investitionen in Bildung daher die notwendige Basis für eine erfolgreiche Wirtschaft, die sich durch wissenschaftliche Innovationen die eigene Zukunftsfähigkeit sichert. Die Bionik als Querschnittswissenschaft erfordert in hohem Maße 'über den Tellerrand zu schauen'. So ist gerade die interdisziplinäre Arbeitsweise unabdingbar wichtig, um erfolgreich Bionik zu betreiben. Man kann eigentlich nicht früh genug beginnen, dies zu vermitteln. Wenn Interdisziplinarität schon in Ausbildung und Studiengängen, sowohl im ingenieur- wie auch im naturwissenschaftlichen Bereich, gelehrt wird, geben wir dem Nachwuchs das Rüstzeug mit, um später auch im Beruf erfolgreich zu sein.”

Tom Loeser, Serial Entrepreneur und Ex-CFO verschiedener Technologie-Unternehmen in USA / Europa:
„Made in Germany“ ist seit jeher ein Qualitätsbegriff und spiegelt die weltweite Akzeptanz deutscher Technologien, Erfindungen und Innovationskraft wider. Im Vergleich zu den USA fehlt uns aber ganz deutlich der Gedanke des „Wissenschafts-Marketings“. Deutsche Innovationen über die Fachkreise hinaus in die Öffentlichkeit zu bringen, kann daher nur begrüßt werden. Den Ansatz von Futurevision mit seinem Filmwettbewerb 'Jugend filmt Bionik' halte ich deshalb als neue CSR-Plattform im Marketing-Mix von Unternehmen für richtungsweisend, zumal er die Jugendlichen als potentielle Fachkräfte von morgen frühzeitig in die Diskussion mit einbezieht und ihnen neue attraktive Berufsperspektiven aufzeigt."

Prof. Dr. Fredmund Malik, Malik Management Zentrum St.
Gallen, Schweiz und Vorsitzender des Kuratoriums des Internationalen Bionik Zentrum:
"Bionik ist eine Schlüsselwissenschaft des 21. Jahrhunderts. Sie vereint die Biowissenschaften mit den technischen Disziplinen zu einer Allianz, deren Problemlösekraft eine neue Dimension für Innovation und nachhaltigen Fortschritt eröffnet.
Bionik hat das Potential, die Risiken von Komplexität zu vermeiden und ihre Chancen zu nutzen - durch Nutzung evolutionär entstandener Problemlösungen für die Technik und für funktionierende Organisationen. Der Grundgedanke der Bionik ist ebenso einfach wie genial: Wenn Du ein Problem hast, schau in der Natur nach, ob sie bereits Lösungen gefunden hat. Die von der Natur in ihrem Jahrmillionen währenden Evolutionsprozess entwickelten Problemlösungen sind funktionstüchtig, zuverlässig und optimiert."

Prof. Dr. Claus Mattheck, Karlsruher Institut für Technologie:
„Ich finde die Projektidee hervorragend. Es hat eine neue Qualität bereits Schüler durch so ein neuartiges Medienprojekt für die naturwissenschaftliche Forschung zu interessieren. Eine neue Generation geht unbefangen an die Fragestellungen heran und versucht nicht Probleme in fest gefahrenen mathematischen Denkweisen lösen zu wollen. Die jungen Menschen fragen nicht 'darf man das?', sondern sagen, 'ich mache es einfach' und sind daher viel spontaner."

Dr.-Ing. Winfried Richter, Geschäftsführer FELSS GmbH:
"Genau wie der Medienwettbewerb 'Jugend filmt Bionik' setzen auch wir auf die kreativen Köpfe von morgen. Wir fördern unseren Nachwuchs durch innovative Schulungsprogramme und investieren damit erfolgreich in unsere Zukunft. Außerdem wollen wir uns umgekehrt das kreative Potential von Jugendlichen zunutze machen. Wir erkennen, dass die natürliche Kreativität von Jugendlichen im Alter von 15 bis 20 ihren Höhepunkt erreicht – danach geht’s abwärts. Wir Erwachsenen kompensieren dies mit Erfahrung und Kreativitätstechniken. Durch ihre Unvoreinge-nommenheit und ihre unbequemen Fragen animieren die Jugendlichen uns immer wieder, in neue Richtungen zu denken. Deshalb binden wir in unserem Unternehmen die Auszubildenden schon frühzeitig in die Strategieprozesse mit ein. Denn wir wollen auch zukünftig eine Spitzenposition in Sachen Technik und Qualität einnehmen."

Bionik-Pionier Barthlott bettet Schiffe auf Luftpolster und könnte den Energieverbrauch für den weltweiten Schiffverkehr erheblich reduzieren.
“Jugend filmt Bionik” filmt zu dem aktuellen BMBF-Forschungsprojekt nach dem Vorbild des Salvinia-Wasserfarns an der Uni Bonn.

Foto ©: Prof. Wilhelm Barthlott
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