MÜNCHEN, 11. Mai 2010
P R E S S E I N F O R M A T I O N

Angewandte Naturwissenschaften als Abenteuer

Bundesweiter Schüler- und Jugendwettbewerb

"Jugend filmt Bionik"

Die aktuelle Kampagne zur Stärkung der MINT-Berufe wird durch das

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Deutsche

Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördert

"Jugend filmt Bionik - Innovationen aus der Natur" heißt der neue, kreative
Filmwettbewerb, den die Münchner futurevision gGmbH im Rahmen eines vom
BMBF und der DBU geförderten Bildungsprojektes bundesweit ausschreibt.
Jugendliche sollen über das Medium Film an die Querschnittswissenschaft
Bionik herangeführt werden. Sie erhalten damit in ihrer
Berufsorientierungsphase praktische Einblicke in Forschungseinrichtungen und
die Arbeitsprozesse innovativer Unternehmen.
Nachhaltiges Ziel des Wettbewerbs ist es, "Jugendliche heute über das Medium
Film für die Bionik zu begeistern, damit sie morgen Ingenieurstudiengänge
belegen und der Wirtschaftsstandort Deutschland sich auch übermorgen mit
innovativen und umweltverträglichen Produkten erfolgreich im globalen
Wettbewerb behaupten kann", so der Leitgedanke der Geschäftsführerin von
futurevision gGmbH, Silke Kraus.
Unter fachkundiger Anleitung von BIOKON-Forschern und der Bavaria Film
drehen Jugendliche in Kleingruppen in fünftägigen Intensiv-Workshops
professionelle Kurzfilme zur Querschnittswissenschaft Bionik. Drehorte sind die
freie Natur, Forschungseinrichtungen und innovative Unternehmen. Parallel
werden bundesweit Fortbildungen für Lehrer und Multiplikatoren durchgeführt.
Dabei geht es um die didaktische Vermittlung von Grundkenntnissen in Bionik
und Medienkompetenz. So können die Pädagogen mit den Jugendlichen
eigenständig Filme zur Bionik drehen und beim Medienwettbewerb einreichen.
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Medienprojekt
über die Fördermaßnahme „BIONA – bionische Innovationen für nachhaltige
Produkte und Technologien“. Durch eine zukunftsweisende Innovationspolitik
und den Aufbau strategischer Partnerschaften zwischen Bildung, Wissenschaft
und Wirtschaft sollen zukünftig vermehrt Forschungsergebnisse in marktfähige
Produkte überführt und damit die internationale Position Deutschlands gestärkt
werden. Damit werden insbesondere auch der innovative Mittelstand und junge
High-Tech-Unternehmen gefördert. Doch nicht nur in Forschung und
Entwicklung spielt die Bionik eine zukunftsweisende Rolle, sie kommt auch bei
Jugendlichen gut an und begeistert sie für Natur und Technik. „Jugend filmt
Bionik“ führt Jugendliche an das breite Einsatzspektrum von Naturinspirierten
Innovationen und ihre vielfältige Anwendbarkeit heran und soll wichtige Impulse
für die „Bildungsrepublik“ Deutschland mit Blick auf nachhaltiges Wirtschaften
geben.
Die Bundesministerin für Bildung und Forschung Prof. Dr. Annette Schavan hat
zusammen mit den deutschen Arbeitgeberverbänden eine Kooperationsinitiative
gestartet, die den Nachwuchs motivieren will, vermehrt MINT-Studienfächer
(Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) zu belegen. Sie
reagieren damit auf den zu erwartenden Fachkräftemangel in den
Naturwissenschaften und Ingenieurberufen.
DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde: „Die Bionik ist eine
Zukunftswissenschaft, die ökologische und ökonomische Lösungsmöglichkeiten
für die Probleme unserer Zeit entwickelt. Sie steht für das Denken neuer Wege,
um die genialen Problemlösungen der Natur für moderne und umweltschonende
Technologien auf breiter Basis umzusetzen. Wir fördern ‚Jugend filmt Bionik’,
weil Jugendliche dabei Forschern bei ihrer Suche nach biologischen Mustern
über die Schulter schauen können. Der Filmwettbewerb trägt wesentlich dazu
bei, bionische Innovationen in Wirtschaft und Gesellschaft bekannter zu
machen.“
Bionik - zusammengesetzt aus Biologie und Technik - ist eine
anwendungsorientierte Wissenschaft, in der Naturwissenschaftler und
Ingenieure interdisziplinär zusammenarbeiten. Die Bionik beschäftigt sich mit der
Entschlüsselung Jahrmillionen alter Konstruktionsprinzipien aus der Natur und
ihrer innovativen Umsetzung in neuartige Produkte und Technologien. Bionische
Prinzipien finden sich überall im täglichen Leben. Der Klettverschluss an
Schuhen, Taschen und Textilien ist nicht mehr wegzudenken. Der "Lotus-Effekt"
hat die Erfindung von selbstreinigenden und schmutzabweisenden
Oberflächenmaterialien bei Flachglas und Fassadenfarben ermöglicht. Die
Schnauze des Delphins stand Pate beim Bau birnenförmiger Bugaufsätzen bei
Schiffen zur Treibstoff-Verringerung.
Kooperationspartner sind das Bionik-Kompetenznetzwerk BIOKON, das
internationale Bionik-Zentrum und die Bavaria Film GmbH. Unterstützt wird das
Projekt von der Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeberverbände (BDA),
Berlin Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (BBAW), VdU, FELSS
GmbH, Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege (ANL), Institut für Film
und Bild in Wissenschaft und Unterricht (FWU), Deutsches Jugendherbergswerk
(DJH).
Teilnahmeberechtigt sind Jugendliche zwischen 16 und 21 Jahren,
Schulklassen, Auszubildende sowie außerschulische Jugendgruppen. Die
Bewerbungsfrist zur Teilnahme läuft bis zum 30.6.2010. Die Anmeldung erfolgt
ausschließlich online. Einreichfrist für Wettbewerbsfilme ist der 15.7.2011. Eine
Fachjury wählt aus den eingereichten Beiträgen die besten Filme aus. Die
Juroren werden durch einen wissenschaftlichen Fachbeirat beraten. Höhepunkt
und gleichzeitig glanzvoller Abschluss des Projekts wird die Preisverleihung am
30.9.2011 im Deutschen Museum München sein. Vor großem Publikum und in
Anwesenheit von Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und
Gesellschaft werden die Siegerteams und ihre prämierten Filmbeiträge
vorgestellt. Zu gewinnen gibt es attraktive Sachpreise und die Teilnahme an
außergewöhnlichen Events sowie Urkunden für alle Teilnehmer.
Ab sofort können sich auch Unternehmen melden, die eine Projektpatenschaft
übernehmen und damit ihre Türen für interessierte Jugendliche öffnen möchten.
Sie präsentieren sich damit als attraktive Arbeitgeber und gestalten den
kreativen Prozess von Anfang an mit. Außerdem profitieren sie vom positiven
Image des Medienprojekts und erweitern den eigenen unternehmerischen
Blickwinkel durch den Austausch mit Partnern aus Bildung, Wissenschaft und
Wirtschaft.
Ausführliche Informationen zum Thema Bionik und dem Wettbewerb unter:
www.jugendfilmtbionik.de.
futurevision gemeinnützige GmbH, München wurde 2007 von Silke Kraus gegründet.
futurevision konzipiert und realisiert innovative, erlebnisorientierte Kultur-, Medien- und Jugendprojekte, die eine nachhaltige Berufs- und Lebensperspektive vermitteln. Das Pilotprojekt wurde von Bundespräsident Horst Köhler als eines der 150 innovativsten Nachhaltigkeitsprojekte Deutschlands zur Woche der Umwelt nach Berlin eingeladen.

futurevision gGmbH
Geschäftsführung und Projektleitung: Silke Kraus
Knorrstr. 27
80807 München
www.futurevisionprojekt.de
www.jugendfilmtbionik.de

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